Jan Kurth, Geschäftsführer VDM/VHK

Anlass zur Zuversicht

Die „möbel kultur“ hat Experten und Interessenvertreter nach ihren persönlichen Erwartungen für das Jahr 2023 gefragt. Dazu äußert sich Jan Kurth, Geschäftsführer VDM/VHK, wie folgt:

„Für unsere Branche hoffen wir in den kommenden Monaten auf ein etwas ruhigeres Fahrwasser als in den vergangenen drei Jahren, die mit Materialengpässen, Lockdowns, geopolitischen Krisen und – davon abgeleitet – einer höchst volatilen Nachfrage einer Achterbahnfahrt geglichen haben. Auch wenn die Zeiten sicher nicht einfach werden und die Kurzarbeit weiter Thema sein wird, gibt es doch Punkte, die Anlass für mehr Zuversicht geben: Durch die Beschlüsse zu den Energiepreisbremsen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Verbraucher jetzt deutlich besser abzuschätzen. Dies hat unserem Eindruck nach zu einer gewissen Beruhigung hinsichtlich des Themas Energiekosten geführt. Die zwischenzeitlich auf einen Tiefpunkt abgestürzte Konsumentenstimmung stabilisiert sich mittlerweile wieder. Erste Wendepunkte sind beispielsweise anhand der GfK-Studien erkennbar. Gleichzeitig können auch unsere Unternehmen gerade mit den Rahmenbedingungen der Strompreisbremse besser planen.

Zudem stellen wir eine Entspannung bei der Materialversorgung fest. Die meisten Vorprodukte sind wieder ohne Einschränkungen verfügbar, wenngleich dies bislang noch keine Auswirkungen auf das Preisniveau hat. Die Lieferzeiten unserer Hersteller bewegen sich größtenteils in einem normalen Rahmen.

Darüber hinaus genießt das eigene Zuhause in diesen bewegten Zeiten einen hohen Stellenwert bei den Menschen und wird gerade jetzt als ruhiger Rückzugsort sehr geschätzt. Damit bleibt auch das Interesse an den vielfältigen Einrichtungsmöglichkeiten hoch.

Wichtige Themen für unsere Branche sind neben der notwendigen Ertrags- und Liquiditätssicherung die Digitalisierung der Prozesse, die Optimierung der Lieferketten, die Aspekte Nachhaltigkeit/Kreislaufwirtschaft sowie die Maßnahmen gegen den sich verschärfenden Fachkräftemangel. Hier wollen wir mit der Lehrfabrik der Möbelindustrie in Löhne einen wichtigen Schritt nach vorne gehen.“

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