Ikea

„Buyback Friday“

Am 27. November ist es wieder soweit: Dann geht der von Schnäppchenjägern ersehnte „Black Friday“ 2020 über die Bühne. Die Einzelhändler und vor allem auch die Online-Anbieter werden an dem letzten Freitag im November wieder mit riesigen Rabatten werben, um den Umsatz anzukurbeln und das anstehende Weihnachtsgeschäft zu starten.

Bei Ikea sieht das jedoch immer etwas anders aus. Hatten die Schweden im letzten Jahr die „Black Freudays“ ausgerufen, so steht jetzt der „Buyback Friday“ – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – an. Statt mit umfassenden Rabatten zum Kauf zu animieren, kauft Ikea gebrauchte Ikea-Möbelstücke zu Sonderkonditionen zurück und gibt diesen in der Fundgrube die Chance, einen neuen Besitzer zu finden.  

Hintergrund der Maßnahme sind die Nachhaltigkeitsziele des Konzerns. So plant das Unternehmen, bis zum Jahr 2030 alle Produkte nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu entwerfen und dabei ausschließlich auf erneuerbare oder recycelte Materialien zu setzen. Auch die Haltbarkeit der Produkte spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle: „Wir möchten die Lebensdauer unserer Möbelstücke verlängern und verantwortungsvoll mit begrenzten Ressourcen umgehen. Deshalb haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, mit dem ,Buyback Friday‘ nicht zu Impulskäufen zu animieren, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, für jemand anderen von großem Nutzen sein können“, sagt Katarzyna Dulko-Gaszyna, Sustainability Managerin Ikea Deutschland.

Die „Buyback Friday“-Kampagne basiert auf dem „Zweite Chance“-Programm, das im vergangenen Jahr flächendeckend in allen deutschen Ikea-Einrichtungshäusern eingeführt wurde. Die Initiative ermöglicht es den Kunden, Ikea-Möbelstücke, die sie nicht mehr brauchen, zurück zu verkaufen – im Gegenzug erhalten sie eine Guthabenkarte und die Möbel kommen zum Weiterverkauf in die Fundgrube.

Der Aktionszeitraum reicht vom 21. November bis 6. Dezember. Und um einen zusätzlichen Anreiz für die Möbelrückgabe zu schaffen, erhöht Ikea in dieser Zeit den regulären Rückkaufpreis um jeweils 20 Prozent. Das heißt beispielsweise, dass Kunden für ihr gebrauchtes „Billy“-Regal mit einem derzeitigen Neupreis von 38,02 Euro eine Guthabenkarte im Wert von bis zu 24 Euro erhalten können. Die Guthabenkarte ist drei Jahre lang gültig und kann auf Wunsch wiederum für den Kauf von Fundgruben-Artikeln eingesetzt werden. Die „Zweite Chance“ umfasst derzeit über 1.500 Produkte aus dem Sortiment. Am Weiterverkauf verdient Ikea nichts. Die Produkte werden in der Fundgrube zum regulären Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten.

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