Systemceram

Große Zukunftsinvestitionen in Siershahn

Über kontinuierliches Wachstum freut sich Systemceram. 2021 erwirtschaftete der Keramikspezialist einen Umsatz von 41,5 Mio. Euro, wobei der Verkauf von Küchenspülen und -armaturen um 7,6 Prozent gestiegen ist, nachdem schon 2020 das Plus bei 17 Prozent gelegen hatte. Als entscheidenden Erfolgsfaktor sehen die Geschäftsführer Kevin Göbel und Felix Engel die starke Konzentration auf den Küchenfachhandel. Hinzu kommt der hohe Anspruch an Design und Funktionalität aus Feinsteinzeug sowie der Service gegenüber dem Handel. Bei einem nach wie vor hohen Inlandsanteil von 90 Prozent verzeichnet Systemceram auch international Erfolge: Das Exportplus von rund 10 Prozent resultiert vor allem aus Österreich und Frankreich sowie osteuropäischen Ländern wie Polen und Tschechien.

Steigende Zahlen meldet das Unternehmen auch für das OEM-Geschäft mit Waschbecken fürs Bad. Der Umsatz mit Laborkeramik blieb 2021 stabil. Wobei jetzt die Übernahme eines Mitbewerbers in diesem Geschäftsfeld einen Mehrumsatz von 40 Prozent erwarten lässt.

Grund genug also, auch das Headquarter in Siershahn zu erweitern. Der erste Spatenstich für den Neubau des Verwaltungsgebäudes mit fünf Geschossen und 2.220 qm Nutzfläche wird im August 2022 gesetzt. Bestandteil ist auch ein Showroom inklusive Funktionsküche für Veranstaltungen sowie großzügige Räume für Schulungen. Der voraussichtliche Einzugstermin ist Spätherbst 2023.

Doch die Expansion zieht noch weitere Kreise: Bereits in die Wege geleitet ist die Neuaufstellung der Logistik. Dafür hat Systemceram das 16.000 qm umfassende Betriebsgelände samt Immobilienbestand eines Unternehmens in der benachbarten Ortschaft Wirges, rund zwei Kilometer von Siershahn entfernt, übernommen. Die Gebäude und Flächen werden künftig als Logistikzentrum genutzt sowie für die Veredlung von Produkten der Küchen- und Badkeramik.

In der zweiten Jahreshälfte 2023 beginnt darüber hinaus der Ausbau der Fertigung am Standort Berggarten 1 in Siershahn. Das Projekt sieht den Abriss eines Teils der bestehenden Lagerhallen (6.000 qm) vor und den Neubau einer Produktionshalle mit ca. 8.000 qm Nutzfläche. Verbunden mit dieser Erweiterung sind erhebliche Investitionen in den Maschinenpark. Dazu zählt unter anderem eine neue Formgebungsanlage für Spülen und Arbeitsplatten, neue Glasieranlagen sowie ein neuer Ofen für die Fertigung der keramischen Produkte. Hinzu kommen weitere Maschinen.

Insgesamt rund 30 Mio. Euro wird Systemceram für seine Vorhaben in die Hand nehmen: „Mit diesen umfangreichen Investitionen stellen wir Systemceram zukunftssicher auf“, erläutern die geschäftsführenden Gesellschafter Kevin Göbel und Felix Engel. Das Familienunternehmen in zweiter Generation beschäftigt in Siershahn etwa 250 Personen. Auch diese Zahl wird schon kurzfristig steigen, so wird angekündigt. 

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