Nolte Küchen

„Gut im Futter“

Legt man ein Branchenplus von 2-3 Prozent für den Umsatz der deutschen Küchenindustrie 2019 zugrunde, liegt Nolte eindeutig darüber. So lautet eine Unternehmensmeldung. Nolte Küchen habe knapp 6 Prozent und die Schwestergesellschaft Express Küchen sogar um gut 8 Prozent zugelegt. Überproportional habe der Export dazu beigetragen. Konkrete Zahlen werden bei Nolte traditionell nicht genannt. Die letzte Umsatz-Schätzung der „möbel kultur“ lag bei über 550 Mio. Euro mit 30 Prozent Exportanteil.

Die Kapazitäten beider Unternehmen waren ganzjährig voll ausgelastet, so heißt es außerdem. Mit rund 2,7 Millionen gefertigten Schränken wurde insgesamt ein neuer Rekord erreicht, wobei Express Küchen im zehnten Jahr ihres Bestehens erstmals die Marke von einer Million Schränken überschreiten konnte. Dabei stehen auch „Nachhaltigkeit“ und „Made in Germany“ besonders im Fokus. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 56 auf jetzt 1.560 Mitarbeiter zu.

Investiert wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in alle Standorte: Bei Nolte Küchen flossen die Mittel vor allem in die Effizienzsteigerung der Montagetechnik sowie in die Wangen- und Nischenfertigung. Am Standort in Löhne wurde massiv in das Bauteilewerk investiert. Bei Express Küchen wurde der Versand erweitert.

Dass das Geschäft rund läuft, dafür sprechen auch die künftigen Investitionen in Höhe eines „deutlich zweistelligen Millionenbetrags“: Für 2020 ist u. a. die Erweiterung der Ausstellungs- und Büroflächen geplant und bei Express Küchen der Ausbau der Produktionsflächen.

Auch auf Seiten der Produktentwicklung sei bei Nolte Küchen einiges in Bewegung: Auf Hochtouren laufen unter anderem die Vorbereitungen für die Markteinführung der neuen Badmöbelkollektion, die unter dem Namen „Nolte Spa“ auf den Markt kommt und zur Mailänder Eurocucina lieferfähig wird.

(Ein ausführliches Interview lesen Sie in der möbel kultur 9/2019: „Frischer Wind im Wettbewerb“, S. 94ff.)

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