Interzum

Innovative Hochspannung auf der virtuellen Bühne

Jede Menge innovativen Content zum Möbelbau von morgen verspricht die „Interzum@home“, die am kommenden Dienstag startet. Dies hat die heutige Pressekonferenz nochmals angekündigt. Vier Tage lang wird die digitale Ausgabe der internationalen Zuliefermesse klassische Neuheitenpräsentation mit neuen Features für Trendspecials und Networking verbinden.

130 Aussteller aus 24 Ländern beteiligen sich aktiv an dem virtuellen B2B-Event. Ein gutes Ergebnis, wie Oliver Freese als COO der Koelnmesse heute im Gespräch mit Moderator Sascha Tapken* betonte. Vor allem soll dies Zeichen setzen – auch für die Zukunft in eigener Sache, denn: „Digitalisierung geht nicht weg.“ So werden auch künftige Messeveranstaltungen dem Beispiel „Interzum@home“ folgen. Immerhin wurde die Digitalkompetenz schon bei anderen Events getestet und kann die Kölner Organisation auf Know-how u. a. von der Spielemesse Gamescom zurückgreifen.

„Wir haben den Maßanzug geschneidert, den die Industrie braucht“, erklärte einleitend Matthias Pollmann. Gerade nachdem das Konzept Format angenommen hatte, schnellte die Beteiligungsquote hoch, berichtete der Geschäftsbereichsleiter. Wie das Konzept aussieht, erläuterte dazu Interzum-Director Mike Fischer. Neben virtuellen Messeständen werden auch typische Erwartungen an eine Messeplattform durch Funktionen wie Chatten, Videowalls und Terminvereinbarungen voll erfüllt. So wird der „Leadfinder“, mit dem sich Käufer und Verkäufer durch gezielte Suche zusammenfinden, ein Paradebeispiel für modernes „Matchmaking“.

Zudem versprechen die „Stages“ zu den Megatrends wie Nachhaltigkeit und Urbanisierung Inspiration und Input für die Möbelwelt. Ein hochspannendes Thema ist hier beispielsweise das Matratzenrecycling, das mit der Kompetenz des Fachmagazins „möbelfertigung“ aus dem Ferdinand Holzmann Verlag zu einem breiten Vortragsprogramm mit 21 Beiträgen aus sieben Ländern gestaltet wurde. Vielseitige Ideen für kreislauffähige Produkte sollen Anreize geben, dass ausgediente Matratzen und damit wertvolle Ressourcen nicht einfach verbrannt werden.

Eine weitere Bühne ist „Trendstage“, die unter der Regie von Trendexpertin Katrin de Louw verschiedene Entwicklungen aus dem Produkt- und Gesellschaftsbereich aufgreift. Ob antivirale Oberflächen, Farbpsychologie in Corona-Zeiten oder vegane Holzwerkstoffe, alles wird hier zum Thema. Um das Schlüsselthema Nachhaltigkeit kreist daneben der Vortrag von Dr. Sascha Peters, der über „Green Smart Materials“ referiert, wie etwa Möbel aus Birkenrinde, Holz mit Nanobeschichtung zur Generierung von Farbeffekten oder ganze Gebäude aus dem 3-D-Drucker. Wie Kreislaufwirtschaft funktioniert, wird indes Kurator Martin Beeh mit einer Digtalkonferenz und elf interaktiven Master Classes im Rahmen der schon etablierten „MaterialsCologne“ zeigen.

Das A und O für den Erfolg bleibt natürlich die Besucherfrequenz, für die die Koelnmesse mit ihrem internationalen Adressbestand geworben hat und auch die Aussteller u.a. durch Verteilung von Gutscheinen laut mitgetrommelt haben. Nicht zuletzt biete die virtuelle Messe die Chance, mehr Besucher „aus der zweiten Reihe“ zu erreichen, die sonst nicht auf die Interzum kommen, betonte Mike Fischer. Wobei die Zukunft hybrider Messen die Hoffnung auf persönliche Live-Kontakte weiterhin einschließt.

*Die Moderation der Pressekonferenz übernahm Sascha Tapken, ehemaliger Chefredakteur der "möbel kultur", der mit seiner Fachkompetenz für entsprechende Neugier in der Medienwelt sorgte.

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