Villeroy & Boch

Konzernergebnis liegt bei 80,4 Mio. Euro

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Villeroy & Boch-Konzern Gesamterlöse in Höhe von 833,3 Mio. Euro. Das bedeutet ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 2,3 Prozent (2018: 853,1 Mio. Euro). Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im vergangenen Geschäftsjahr mit 103,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 53,6 Mio. Euro. Grund hierfür sei ein Sonderertrag von 52,4 Mio. Euro, der insbesondere auf einen Immobilienverkauf in Luxemburg zurückzuführen sei. 2019 lag das operative Ebit mit 51 Mio. Euro umsatzbedingt leicht unter dem Vorjahreswert. Mit 80,4 Mio. Euro wurde das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2019 ggü. 2018 mehr als verdoppelt. Das deutliche Plus basiert in erster Linie auf dem erzielten nicht-operativen Ergebnis.

Der Unternehmensbereich „Bad und Wellness“ erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 554 Mio. Euro, wobei sich die Erlöse in den Geschäftsfeldern unterschiedlich entwickelten: Währen die Umsätze in den Bereichen Wellness und Küche um 4,1 Prozent bzw. um 1,1 Prozent stiegen, ging der Umsatz in den Geschäftsfeldern Sanitärkeramik (-8,3 %), Armaturen (-1,4 %) und Badmöbel (-1,3 %) zurück.

Der Umsatzanstieg im Bereich Wellness konnte vor allem aufgrund der guten Performance bei „Quaryl“-Badewannen erreicht werden. Der Umsatzrückgang bei Sanitärprodukten resultierte hauptsächlich aus einem schwierigen ersten Halbjahr, das vom Lagerbestandsabbau von Kunden sowie Verzögerungen im Projektgeschäft, insbesondere in China, geprägt war.

Der Unternehmensbereich Tischkultur steigerte seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 3,9 Prozent auf 276,5 Mio. Euro. Größter Wachstumstreiber war das E-Commerce-Geschäft (+16,3 %). Über alle Regionen hinweg lag der Anteil der E-Commerce-Aktivitäten am Tischkultur-Gesamtumsatz bei 19,6 Prozent.

Positiv war auch die Entwicklung im Projektgeschäft (+3,9 %), insbesondere in Europa und Amerika. Durch ein optimiertes Shop-Management wurde zudem in den eigenen Einzelhandelsgeschäften wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent erwirtschaftet.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 33,2 Mio. Euro. Mit 82,5 Prozent entfiel der Großteil der Investitionen auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness. Der Investitionsfokus lag dabei auf der Anschaffung neuer Produktionsanlagen für die Sanitärkeramik-Werke im In- und Ausland.

Im Bereich Tischkultur flossen die Gelder schwerpunktmäßig in neue Maschinen und Werkzeuge für die Produktion sowie in die Optimierung des Einzelhandelsnetzes.

„Während sich unser Unternehmensbereich Tischkultur über das gesamte Jahr 2019 positiv entwickelt hat, verlief die Umsatzentwicklung im Bereich Bad und Wellness in der ersten Jahreshälfte schwächer als erwartet. In Summe haben wir jedoch unsere im Sommer angepasste Jahresprognose erreicht und dank unseres Sonderertrags ein hervorragendes Konzernergebnis erzielt“, resümiert Frank Göring, Vorstandsvorsitzender von Villeroy & Boch.

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