Poggenpohl

Mehr Masse mit Klasse

Im Gespräch mit dem "Westfalenblatt" machte der neue Poggenpohl-Geschäftsführer Lars Völkel erstmals öffentlich, wie er sich die Zukunft der Nobia-Tochter vorstellt. Im Kern seien dies vier Maßnahmen, um das Unternehmen strategisch neu auszurichten. Vor allen solle die Marke in der Vermarktung auf eine breitere Basis gestellt werden. "Wir sind zwar ein Premium-Küchenhersteller, aber nicht auf Super-Luxus-Küchen fokussiert. Bei unserer Unternehmensgröße benötigen wir gewisse Umsätze. Ich bin der Auffassung, dass wir diese auch im Segment der Küchen unter 30.000 Euro generieren können", wird Völkel in dem Bericht zitiert. Als untere Grenze definiert er: "Eine Küche bis 15.000 Euro werden wir nicht anbieten." Auch die Porsche-Küche bleibe im Angebot, doch solle das Sortiment in den Marken-Einstiegssegmenten vergrößert werden.

Ein zweiter Schritt betrifft das Marketing, das ebenfalls breite Zielgruppen anspricht. Weitere Punkte zielen auf die Effizienz der 35 eigenen Shops, für die ein Content-Management-System für ein Benchmarking eingeführt werden soll, sowie verstärkte Kooperationen in verschiedenen Bereichen.

Die Maßnahmen werden unter anderem vor dem Hintergrund ergriffen, dass die erwarteten Umsätze 2011 nicht erreicht werden. Der Auftragseingang sei enttäuschend gewesen, dazu habe es Verzögerungen im Objektgeschäft gegeben. Deshalb werden in Herford Urlaubtage und Überstunden abgebaut und Kurzarbeit nicht ausgeschlossen. Doch von Personalabbau sei noch keine Rede, betonte Völkel gegenüber dem "Westfalenblatt".

Wie aktuelle Sortiment aussieht, wird erstmals parallel zur Mailänder "Eurocucina" in einem neu eröffneten Showroom gezeigt.

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