Esprit

"Von Küche und Bad werden wir uns verabschieden"

Bei Esprit Home rumort es nicht erst, seit bekannt wurde, dass der Lizenzvertrag mit Steinhoff zum 30. Juni 2012 beendet wird. Schon lange hieß es in der Branche, dass die Marke die Möbelwelt nicht wirklich verstanden hat - und mit ihren Konzepten nicht weiterkommt. Nun hat der Vorstandsvorsitzende des Modelabels, Ronald van der Vis, in einem Interview mit dem "Handelblatt" fast nebenbei erwähnt - in der letzten Antwort - dass es mit den Bereichen Küche und Bad auch keine Zukunft mehr geben wird. "Wir werden unser Lizenzgeschäft neu ausrichten und uns auf Partner mit einem starken Bezug zu Mode und Lifestyle konzentrieren. Textilien aus dem Home-Bereich, etwa Bettwäsche, wollen wir behalten. Von Lizenzprodukten, die mit Küche oder Bad zu tun haben, werden wir uns dagegen verabschieden. Die bringen der Marke nichts, auch wenn wir damit Gewinn machen."

Mal schnell eben gesagt, aber dahinter steckt viel Zündstoff. Alno hatte die Esprit-Küche erst auf der "LivingKitchen" 2011 vorgestellt, also vor knapp einem Jahr. Im September hieß es, dass der angeschlagene Küchenhersteller inzwischen 140 Esprit-Küchen im Handel platziert hat.

Wann die Lizenzverträge genau auslaufen, wurde seitens Esprit - auf Nachfrage von moebelkultur.de - nicht konkretisiert. "Die Lizenzverträge werden teilweise bis 2013/2014 wahrgenommen oder mit den Partnern einvernehmlich vorzeitig beendet. Mit Rücksicht auf die einzelnen Partner und deren Vertragslaufzeiten möchten wir hier keine einzelnen Namen nennen."

Noch zur Vorstellung der aktuellen Esprit Home-Kollektion Ende Oktober in Hamburg hieß es darüber hinaus, dass sich die Marke zeitgleich mit der "imm cologne" (16. bis 22. Januar 2012) in der Kölner Event-Location "The New Yorker Dock.One" präsentieren wird. Das wurde inzwischen auch gecancelt.

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